Can Axartell Blanco 2025

Can Axartell Blanco 2025

© www.canaxartell.com Can Axar­tell ist ein recht jun­ges Wein­gut, das im Nord­os­ten Mal­lor­cas unweit der Stadt und des Hafens von Pol­len­ça liegt. Es gehört zu den fort­schritt­lichs­ten Wein­gü­tern der Insel und hat zugleich eine jahr­hun­der­te­al­te Geschich­te. Schon in den frü­hes­ten Auf­zeich­nun­gen über die Fin­ca wird der Wein­bau erwähnt. Die Grün­dung von Can Axar­tell liegt fast 800 Jah­re zurück und erfolg­te kurz nach der Rück­erobe­rung der von Ara­bern besetz­ten Insel im Jah­re 1229. Auch wenn die Mos­lems kei­nen Alko­hol trin­ken durf­ten und daher den Trau­ben­an­bau nicht für die Her­stel­lung von Wein genutzt hat­ten, so fan­den die christ­li­chen Erobe­rer doch eini­ge Wein­ber­ge vor. Auf Can Axar­tell wur­de Wein ange­baut, der im 16. und 17. Jahr­hun­dert illus­tren Gäs­ten der Stadt Pol­len­ça ange­bo­ten wur­de. Eben­so bekannt war das Oli­ven­öl der Fin­ca, die bis heu­te über 40 Hekt­ar mit Oli­ven­bäu­men ver­fügt, von denen man­che wohl bereits bei der Grün­dung von Can Axar­tell vor­han­den waren. Als dem Ham­bur­ger Hans-Peter Schwarz­kopf und sei­ner Fami­lie das Are­al gezeigt wur­de, fand er jahr­hun­der­te­al­te, damals stim­mig kon­zi­pier­te, aber weit­ge­hend zu Rui­nen ver­fal­le­ne Hof­ge­bäu­de vor. Zu dem Ensem­ble gehör­te auch eine von Eseln betrie­be­ne his­to­ri­sche Ölmüh­le sowie eine klei­ne Kapel­le, in der Got­tes­diens­te für die in der Nähe leben­den Tal­be­woh­ner statt­fan­den. Fer­ner gehör­te Brach­land zur Fin­ca, das nur noch von Schaf­hir­ten genutzt wur­de, sowie ein ehe­ma­li­ger Stein­bruch und die Res­te einer Anla­ge zur Her­stel­lung von Zement. Es bedurf­te einer Visi­on, einer län­ge­ren Zeit­span­ne und gro­ßer Ener­gie, um aus Can Axar­tell das Anwe­sen zu machen, das es heu­te ist. Hans-Peter Schwarz­kopf ist Schritt für Schritt vor­ge­gan­gen, um ein Wein­gut zu for­men, das für Mal­lor­ca etwas gänz­lich Neu­es dar­stellt und das sich trotz­dem sowohl in die Land­schaft inte­grier­te wie auch in die Tra­di­ti­on und Kul­tur der Insel. Als 1999 der ers­te Wein­berg ange­legt wur­de, hat­te man bereits die Bio­zer­ti­fi­zie­rung bean­tragt. Der Boden hat­te noch nie eine che­mi­sche Behand­lung erfah­ren, und so soll­te es auch bleiben. Seit der Pflan­zung des ers­ten Wein­bergs wur­den nach und nach 34 Hekt­ar Wein­fel­der rund um die Fin­ca und 22 wei­te­re Hekt­ar im Lan­des­in­ne­ren unweit der Stadt Vil­lafran­ca de Bona­ny ange­legt. In den Wein­ber­gen ste­hen sowohl hei­mi­sche wie auch zuge­reis­te Reb­sor­ten. Erst im Lau­fe des letz­ten Jahr­zehnts wur­de klar, dass Mal­lor­ca über einen unge­wöhn­lich reich­hal­ti­gen Reb­sor­ten­schatz ver­fügt. Die bekann­tes­ten roten Reb­sor­ten sind Cal­let und Man­to Negro. Cal­let war auch die ers­te, die auf Can Axar­tell ange­pflanzt wur­de. Prem­sal ist die am häu­figs­ten kul­ti­vier­te wei­ße Reb­sor­te. Giró Ros, Giró Neg­re, Fogo­neu oder Gor­go­las­sa sind weni­ger bekannt. Eine Reb­sor­te, deren Her­kunft noch völ­lig unbe­kannt ist, wur­de Pol­len­ça getauft. Sie reiht sich ein in den Ver­suchs­wein­gar­ten von Can Axar­tell, in dem all die­se Reb­sor­ten unter ande­rem in Zusam­men­ar­beit mit der Uni­ver­si­tät der Balea­ri­schen Inseln beob­ach­tet und stu­diert wer­den. Neben den Reb­sor­ten der Insel fin­den sich auf Can Axar­tell vor allem medi­ter­ra­ne Sor­ten wie Mal­va­sia, Syrah und Monast­rell, aber es gibt auch Par­zel­len mit Mer­lot, Pinot Noir und Petit Verdot. Wäh­rend die Wein­ber­ge Jahr für Jahr erwei­tert wur­den, nahm auch der Plan der Wein­kel­le­rei Gestalt an. Die ent­schei­den­de Fra­ge war, wie man auf sinn­vol­le Wei­se die Mèto­de Gra­ve­tat, also die Erzeu­gung von Wein mit Hil­fe der Schwer­kraft und den damit ver­bun­de­nen Ver­zicht auf das Umpum­pen des Wei­nes, in die Tat umset­zen konn­te. Die Lösung war der Bau der Wein­kel­le­rei inner­halb eines auf dem Gelän­de befind­li­chen Stein­bruchs, der wie eine offe­ne Wun­de am Berg­hang wirk­te. Dort also, wo für die Mèto­de Gra­ve­tat aus­rei­chend Platz über mehr als vier Stock­wer­ke Bau­hö­he vor­han­den war, konn­te die Bode­ga errich­tet wer­den. Nach Voll­endung des Gebäu­des wur­de der ursprüng­li­che Hang wie­der­her­ge­stellt, indem der Bau mit Erde bedeckt wur­de. Inzwi­schen ist der Boden bewach­sen, und das Gelän­de fügt sich har­mo­nisch in die Land­schaft ein. Da jetzt alles begrünt ist und die Lini­en der Umge­bung auf­nimmt, ist der Stein­bruch mit­samt der dar­in ent­stan­de­nen Bode­ga im Berg ver­schwun­den. Ledig­lich die glä­ser­ne Fas­sa­de der Emp­fangs­sei­te öff­net sich ein­la­dend zur Land­schaft hin. Die Lage und die Kon­zep­ti­on der Bode­ga schafft eine gleich­blei­bend küh­le Tem­pe­ra­tur von 16 bis 18 °C im Inne­ren des Gebäu­des, was sich posi­tiv auf die Her­steMehr anzeigen
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Nahrungsmittel, Getränke & Tabak > Getränke > Alkoholische Getränke

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